DSL DE Newsticker

Eine spannende Veranstaltung in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Was wir aus Europa lernen können: Gesundheitsdaten, Vertrauen und der Weg nach vorn

Was können wir in Deutschland von Dänemark und Finnland lernen, wenn es um Gesundheitsdaten, Digitalisierung und Vertrauen geht? Ein Blick auf europäische Erfahrungen – und warum Information, Beteiligung und Mut entscheidend sind.

English Version Below!

Es ist für uns eine Tradition: Mitte Dezember veranstaltet die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention eine Veranstaltung zu zentralen Fragen der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Wir sehen das als spannende Gelegenheit, denn neben wirklich guten Themen gibt es interessante Vorträge und die Möglichkeit, auch mit Expertinnen und Experten zu fachsimpeln und uns auszutauschen. Hier finden wir Informationen für unsere Community und Inspiration für neue Themen. 

In diesem Jahr stand das Thema Daten im Mittelpunkt – „Big Data for Better Healthcare – European Perspectives“. Europäische Perspektiven auf Gesundheitsdaten, Digitalisierung und Versorgung wurden diskutiert, und wir waren vor Ort. 

Unser Eindruck: Über Patient:innen spricht man viel und gerne – aber ob man immer mit ihnen spricht, bleibt bedauerlicherweise offen, sie waren in diesem Jahr gerne im Gespräch, aber nicht dabei. Ehrlich gesagt haben wir diese Perspektive sehr vermisst. Es gab eine Diskussionsrunde über Daten, in der die Sicht von Menschen mit Erkrankungen einfloss, doch dabei blieb es.

Was dabei besonders deutlich wurde: Patient:innen sind keine homogene Gruppe. Aus unserer Expertise wissen wir, dass sich Perspektiven, Erwartungen und Haltungen stark unterscheiden. Während ältere Menschen Themen wie Shared Decision Making oft weniger einfordern, entscheiden jüngere längst gemeinsam mit ihren Ärzt:innen. Jüngere setzen sich aktiv mit Digitalisierung auseinander – etwa mit der Nutzung von KI – während ältere Menschen häufig skeptischer sind und oft auch Schwierigkeiten mit der elektronischen Patientenakte haben - nicht mit der ePA an sich, da besteht durchaus reges Interesse, sondern meist mit den Apps auf dem Smartphone.

Genau das zeigt auch unsere Erfahrung: Wir müssen allen zuhören, um Menschen digital dort abzuholen, wo sie stehen. Eine einzelne Perspektive reicht dafür nicht aus. 

Das Programm war auch in diesem Jahr spannend und interessant. Zwei Beiträge waren für uns dabei besonders lehrreich – Dänemark und Finnland. Gerade Gesundheitsdaten sind das wohl wichtigste Thema im Moment, wenn man auf die Realisierung des Europäischen Gesundheitsdatenraumes blickt und auf den Nutzen der sekundären Gesundheitsdaten, die Forschung und Gestaltung vorwärts bringen werden. Was wir in dem Zusammenhang hörten: Wir müssen besser informieren. Ja, müssen wir! 

Wir tun das, oder - wir geben unser Bestes, das zu tun. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir: Nichts ist nötiger als Wissen und Information - das braucht  Ressourcen, Erklärungen und gute Kommunikation. 

Zwei Beiträge haben besonders deutlich gemacht, wie spannend – und zugleich lehrreich – europäische Ansätze sein können: Dänemark und Finnland.

Um es vorweg zu nehmen: Erneut wurde klar - der Beweis, dass es funktionieren kann, ist längst erbracht.

Dänemark: Patientenorientierung als Leitprinzip

Der dänische Ansatz wurde vorgestellt von Thomas Fredenslund, CEO der Danish Health Authority.

Dänemark nutzt Gesundheitsdaten seit den 1950er-Jahren systematisch, die aktuelle Datenbasis umfasst rund 11 Millionen Datensätze – twa 6 Millionen von verstorbenen Menschen und 5 Millionen von heute lebenden Bürger**:innen**.

Die Daten werden über den gesamten Lebensverlauf genutzt – oft beschrieben als „data from cradle to grave“.

Digitale Angebote wie Patientenportale, Apps und Videokonsultationen sind Alltag.
Doch entscheidend ist das Ziel dahinter:

Nach aktuellen Daten wird 2035 jede zweite Person in Dänemark einmal pro Jahr im Krankenhaus sein. Genau deshalb steuert das Land jetzt aktiv gegen.

Mit der neuen Life-Science-Strategie (Start im kommenden Jahr) verfolgt Dänemark einen klaren Kurs:

  • digitale Angebote gezielt ausbauen

  • Pflege und Versorgung stärker nach Hause bringen

  • Krankenhausaufenthalte so kurz und so selten wie möglich halten

Der Weg führt vom großen Superkrankenhaus mit Vollversorgung in zu hybriden Modellen, die stationäre Versorgung, ambulante Angebote und digitale Leistungen sinnvoll verbinden.

Digitalisierung ist hier kein Selbstzweck – sondern ein Werkzeug für bessere, alltagstaugliche Versorgung.

Finnland: Forscherorientierung, Regeln – und Lernfähigkeit

Der finnische Ansatz wurde vorgestellt von Prof. Juhani Knuuti, Director PET Centre, University of Turku.

Finnland setzt stark auf klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die Nutzung von Gesundheitsdaten.
Der Zugang zu Daten für Forschung und bestimmte Versorgungszwecke erfolgt über FinData –
eine zentrale staatliche Stelle, die Anträge prüft, Datenzugänge koordiniert und Datenschutz sowie Datensicherheit sicherstellt.

Finnland erhebt systematisch Daten darüber, wie gut diese Regelungen in der Praxis funktionieren. Diese Offenheit ist entscheidend – für Vertrauen, für Lernprozesse und dafür, Regelwerke wie den EHDS realistisch weiterzuentwickeln.
Die aktuellen Zahlen:

  • 75 % der medizinischen Forschenden arbeiten mit Registerdaten gemäß Gesetz

  • 50 % nutzen FinData aktiv

  • gleichzeitig geben 87 % an, dass Prozesse komplizierter geworden sind

  • Projekte verzögern sich im Durchschnitt um 6 Monate

  • 63 % mussten Studien abbrechen

Der entscheidende Punkt: Diese Ergebnisse werden nicht ignoriert.

Gesetzliche Regelungen werden angepasst, wenn sie in der Praxis nicht funktionieren.
Eine überarbeitete Version der Regelungen ist für 2026 angekündigt.
Die finnischen Erfahrungen sollen auch in die Weiterentwicklung des European Health Data Space (EHDS) einfließen.

Finnland zeigt damit:
Regeln sind notwendig – aber sie müssen lern- und anpassungsfähig bleiben.

Zwei Perspektiven – ein gemeinsames Learning

Dänemark zeigte einen stark patientenorientierten Ansatz, Finnland einen stärker forscherorientierten Ansatz. Beide Perspektiven sind wichtig. Und beide zeigen: Digitalisierung im Gesundheitswesen kann gelingen, wenn Ziele klar sind, Regeln verständlich sind und Vertrauen aktiv aufgebaut wird.

Was wir uns für Deutschland wünschen - oder unser Wunschzettel ans Christkind: 

Mehr Offenheit in der öffentlichen Debatte

In einem Panel wurde es treffend formuliert:
Über Gesundheitsdaten wird medial häufig nur dann berichtet, wenn es um Datenklau oder Datenskandale geht. Dem stimmen wir zu – wohl wissend, dass dies kein neues Phänomen ist: Negative Nachrichten erhalten seit jeher mehr Aufmerksamkeit als positive. Was gut funktioniert, was hilft und warum Digitalisierung wichtig ist, bleibt oft unsichtbar – und genau das schreckt Menschen ab.

Mehr verständliche Information

Wir bei Data Saves Lives Deutschland arbeiten kontinuierlich daran,
Gesundheitsdaten, Digitalisierung und Datenschutz verständlich zu erklären.
Aber ehrlich: Wir sprechen über ein Megapensum - das braucht mehr Förderung und Unterstützung für alle, die sich einbringen und für Verständnis, Verstehen und Digitalkompetenz sorgen. 

Ein echtes „Gemeinsam“

Es kann nicht sein, dass vor allem Expert:innen diskutieren, während nach außen nur wenig verständlich kommuniziert wird. Darauf haben wir auch im DSL DE Kompass 2025 hingewiesen.

Die Bevölkerung muss mit ins Boot – nicht als passive Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestalter*:innen.

Und dass Mitsprache funktioniert, ist längst bewiesen. Also warum stellen wir uns nicht der Aufgabe? Man könnte natürlich sagen, zu viele Menschen. Wir sind der Öltanker während Dänemark und Finnland eher schnittige Segelyachten sind. Aber was hindert uns daran in die Diskussion zu gehen, zuzuhören und zusammen zu kommen? Der digitale Wandel geht nur gemeinsam und informiert. 

Mut statt Perfektionismus

Datenschutz ist wichtig. Er ist eine zentrale Voraussetzung für Vertrauen, Privatsphäre, Nicht-Diskriminierung und Inklusion. Aber er darf nicht dazu führen, dass Forschung und Versorgung ausgebremst werden, während Menschen an Erkrankungen leiden, die mit besseren Daten früher erkannt oder besser behandelt werden könnten. Stichwort: Lebensqualität. 

Wie es der bayerische Datenschutzbeauftragte Prof. Thomas Petri sinngemäß formulierte:

Wir müssen die Patient*:innen** mitnehmen.*

Absolut. Dem stimmen wir zu!  Aber dann bitte mit Datenschutzregeln, die verständlich, transparent und nicht unnötig kompliziert sind. Klar ist, es gibt Gesetze, aber die sind oft unverständlich und wenig erklärt und die Bevölkerung besteht nicht nur aus verständigen Juristen und Rechtswissenschaftlern. Wir finden, Datenschutz muss verständlich sein. Für alle.

Es ist für uns auch klar: rechtliche Rahmenwerke sind unabdingbar, auch um Privatsphäre zu gewährleisten, Diskriminierung und Stigma auszuschließen und inklusiv zu bleiben.

Aber - wenn es auf Kosten guter Versorgung oder Versorgungsverbesserung geht, braucht es andere Lösungsansätze. Weil schwierige Regeln auch ökonomisch Einfluss nehmen - meist nicht zum Besseren. 

Wenn das nicht der Fall ist  müssen wir gemeinsam daran arbeiten, die Regelwerke so zu gestalten, dass sie ohne Verklausulierungen und aufwendige Prozesse eingehalten und verstanden werden können. Gesundheitsdaten müssen nutzbar sein – für bessere Versorgung, für Forschung und ganz zentral: für wirksame Prävention. Für Patienten, Bürger, die wir in diesen Diskussionen ebenso vermisst haben, auch was das Thema Daten und öffentliche Gesundheit ein wichtiger Faktor sind, um Prävention zu gestalten. 

Mitreden. Und mitreden lassen.

Nur wenn Patient:innen und Bürger:innen verstehen, mitgestalten und mitentscheiden können,
wird Digitalisierung im Gesundheitswesen wirklich gelingen.

Für alle Fachbegriffe rund um Gesundheitsdaten, Digitalisierung und EHDS stellen wir unser DSL DE Fachgedöns kostenfrei hier auf unserer Website in Deutsch und Englisch kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Wie bereits erwähnt, es fehlten Stimmen, übrigens auch die der Apothekerinnen und Apotheker, die mindestens genauso von den digitalen Veränderungen betroffen sind wie alle anderen. Leider war es nicht möglich, eine interaktive Diskussion zu führen, denn das machten die Organisatoren nur via Online Tool möglich und die Fragen wurden von den Moderatoren ausgewählt. Diese Diskussion vermissten wir, wenngleich klar ist, es braucht etwas mehr Zeit, aber so erwachen Communities zum leben, ein Dialog ist möglich. Wir möchten das gerne anregen - wenn Diskussion, dann bitte nicht still sitzend und nur online mit Auswahlverfahren - sondern lebendig, aktiv und miteinander lernend. Weil das Mehr Wert bringt. 

English Version:

An exciting event at the Bavarian Academy of Sciences: What we can learn from Europe: health data, trust and the way forward

What can we in Germany learn from Denmark and Finland when it comes to health data, digitalisation and trust? A look at European experiences – and why information, participation and courage are crucial.

It's a tradition for us: in mid-December, the Bavarian Academy of Sciences in Munich, together with the Bavarian State Ministry of Health, Care and Prevention, hosts an event on key issues of digitalisation in healthcare.

We see this as an exciting opportunity because, in addition to really good topics, there are interesting presentations and the opportunity to talk shop with experts and exchange ideas. Here we find information for our community and inspiration for new topics.

This year, the focus was on data – ‘Big Data for Better Healthcare – European Perspectives’. European perspectives on health data, digitalisation and care were discussed, and we were there.

Our impression: People talk a lot and gladly about patients – but whether they always talk with them remains unfortunately open. This year, they were happy to be part of the conversation, but not actually present. To be honest, we really missed this perspective. There was a panel discussion on data that included the views of people with medical conditions, but that was it.

What became particularly clear was that patients are not a homogeneous group. We know from our expertise that perspectives, expectations and attitudes vary greatly. While older people often demand less on issues such as shared decision-making, younger people have long been making decisions together with their doctors. Younger people are actively engaged with digitalisation – for example, with the use of AI – while older people are often more sceptical and often have difficulties with electronic patient records – not with the ePA itself, as there is certainly keen interest in this, but mostly with the apps on smartphones.

This is exactly what our experience shows: we have to listen to everyone in order to meet people digitally where they are. A single perspective is not enough.

The programme was exciting and interesting again this year. Two presentations were particularly informative for us – Denmark and Finland. Health data is probably the most important topic at the moment, given the realisation of the European Health Data Space and the benefits of secondary health data, which will advance research and design. What we heard in this context was that we need to provide better information. Yes, we do!

We are doing that, or at least we are doing our best to do so. We know from our daily work that nothing is more important than knowledge and information – and that requires resources, explanations and good communication.

Two presentations in particular highlighted how exciting – and at the same time instructive – European approaches can be: Denmark and Finland.

To come straight to the point: once again, it became clear that proof that it can work has long since been provided.

Denmark: Patient orientation as a guiding principle

The Danish approach was presented by Thomas Fredenslund, CEO of the Danish Health Authority.

Denmark has been systematically using health data since the 1950s, and the current database comprises around 11 million records – approximately 6 million from deceased persons and 5 million from citizens living today.

The data is used throughout the entire life course – often described as ‘data from cradle to grave’.

Digital offerings such as patient portals, apps and video consultations are part of everyday life.

But the decisive factor is the goal behind it:

According to current data, by 2035, every second person in Denmark will be in hospital once a year. That is precisely why the country is now actively taking countermeasures.

With its new life science strategy (launching next year), Denmark is pursuing a clear course:

  • Targeted expansion of digital services

  • Bringing care and treatment closer to home

  • Keeping hospital stays as short and as rare as possible

The path leads from large super hospitals with comprehensive care to hybrid models that sensibly combine inpatient care, outpatient services and digital services.

Digitalisation is not an end in itself here – it is a tool for better, everyday care.

Finland: Research focus, rules – and learning ability

The Finnish approach was presented by Prof. Juhani Knuuti, Director of the PET Centre at the University of Turku.

Finland places great emphasis on clear legal frameworks for the use of health data.

Access to data for research and specific care purposes is provided via FinData –

a central government agency that reviews applications, coordinates data access and ensures data protection and data security.

Finland systematically collects data on how well these regulations work in practice. This openness is crucial – for trust, for learning processes and for the realistic further development of regulations such as the EHDS.

The current figures:

  • 75% of medical researchers work with registry data in accordance with the law

  • 50% actively use FinData

  • at the same time, 87% say that processes have become more complicated

  • Projects are delayed by an average of 6 months

  • 63% had to discontinue studies

The key point is that these results are not being ignored. Legal regulations are being adapted if they do not work in practice. A revised version of the regulations has been announced for 2026.

The Finnish experience will also be incorporated into the further development of the European Health Data Space (EHDS). Finland is thus demonstrating that rules are necessary – but they must remain adaptable and open to learning.

Two perspectives – one shared learning

Denmark demonstrated a strongly patient-oriented approach, while Finland took a more researcher-oriented approach. Both perspectives are important. And both show that digitalisation in healthcare can succeed if the goals are clear, the rules are understandable and trust is actively built.

What we want for Germany – or our wish list for Santa Claus:

More openness in the public debate

A panel discussion summed it up aptly:

Health data is often only reported in the media when it comes to data theft or data scandals. We agree – knowing full well that this is not a new phenomenon: negative news has always received more attention than positive news. What works well, what helps and why digitalisation is important often remains invisible – and that is precisely what deters people.

More understandable information

At Data Saves Lives Germany, we are constantly working to explain health data, digitalisation and data protection in an understandable way. But honestly: we are talking about a huge task – this requires more funding and support for everyone who is involved in promoting understanding and digital literacy.

A genuine ‘together’

It cannot be that it is mainly experts who discuss these issues, while little is communicated to the outside world in a comprehensible way. We also pointed this out in the DSL DE Compass 2025.

The population must be brought on board – not as a passive target group, but as active co-creators.

And it has long been proven that participation works. So why don't we take on the task? Of course, one could say that there are too many people. We are the oil tanker, while Denmark and Finland are more like sleek sailing yachts. But what is stopping us from entering into the discussion, listening and coming together? Digital transformation can only happen if we work together and are informed.

Courage instead of perfectionism

Data protection is important. It is a key prerequisite for trust, privacy, non-discrimination and inclusion. But it must not lead to research and care being slowed down while people suffer from diseases that could be detected earlier or treated better with better data. Keyword: quality of life.

As the Bavarian Data Protection Commissioner Prof. Thomas Petri put it:

“We must take the patients* with us.*

Absolutely. We agree! But then please with data protection rules that are understandable, transparent and not unnecessarily complicated. It is clear that there are laws, but they are often incomprehensible and poorly explained, and the population does not consist solely of knowledgeable lawyers and legal scholars. We believe that data protection must be understandable. For everyone.

It is also clear to us that legal frameworks are indispensable, also to ensure privacy, exclude discrimination and stigma, and remain inclusive. But – if it comes at the expense of good care or improvements in care, other solutions are needed. Because difficult rules also have an economic impact – usually not for the better.

If this is not the case, we must work together to design regulations in such a way that they can be complied with and understood without convoluted wording and complex processes. Health data must be usable – for better care, for research and, most importantly, for effective prevention. For patients and citizens, who we have also missed in these discussions, data and public health are important factors in shaping prevention.

Have a say. And let others have a say.

Only when patients and citizens understand, can help shape and have a say will digitalisation in healthcare truly succeed. For all technical terms relating to health data, digitalisation and EHDS, we provide our DSL DE Fachgedöns free of charge for download here on our website in German and English.

As already mentioned, there was a lack of voices, including those of pharmacists, who are at least as affected by digital changes as everyone else. Unfortunately, it was not possible to hold an interactive discussion, as the organisers only made this possible via an online tool and the questions were selected by the moderators. We missed this discussion, even though it is clear that it takes a little more time, but this is how communities come to life and dialogue becomes possible. We would like to encourage this – if there is to be discussion, then please not sitting quietly and only online with a selection process – but lively, active and learning together. Because that adds value.

DSL DE bringt Patient:innen-Perspektive in die OECD – Birgit Bauer in Expertengruppe berufen - Please find the English Version below!

Manchmal gibt es Nachrichten, die machen einfach nur stolz – und heute ist so ein Tag: Unsere Gründerin und Koordinatorin Birgit Bauer ist in die OECD-Expertengruppe „Data Free Flow with Trust“ (DFFT) berufen worden!

Damit ist die Stimme von Patient:innen und Bürger:innen nun auch in einem der wichtigsten internationalen Gremien vertreten – dort, wo über die digitale Zukunft und den sicheren, vertrauenswürdigen Fluss von Daten über Grenzen hinweg entschieden wird.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) vereint 38 Mitgliedstaaten und arbeitet seit Jahrzehnten an Standards für nachhaltige, innovative und faire Entwicklung. Mit DFFT hat sie ein Programm geschaffen, das längst von G7 und G20 getragen wird und heute zu den zentralen Leitlinien globaler Digitalpolitik gehört.

„Das ist nicht nur eine persönliche Ehre, sondern auch ein deutliches Signal: Patient:innenperspektiven gehören in internationale Entscheidungsgremien – nicht als Feigenblatt, sondern als aktive Teilhaber und Gesprächspartner.“

Die Arbeit der Expertengruppe reicht von Fragen der Transparenz über internationale Kooperation bis hin zu neuen Technologien zum Schutz der Privatsphäre. Themen, die ganz unmittelbar Patient:innen, Forschung und Versorgung betreffen.

Für DSL DE ist die Berufung eine wichtige Anerkennung – und zugleich ein Auftrag, die Perspektive von Patient:innen und Bürger:innen weiterhin in die großen Debatten einzubringen, national wie international.

Hier geht es zur Pressemitteilung auf Deutsch

English Version:

DSL DE brings patient perspective to the OECD – Birgit Bauer appointed to expert group

Some news simply make us proud – and today is one of those moments: Our founder and coordinator Birgit Bauer has been appointed to the OECD expert group “Data Free Flow with Trust” (DFFT).

This means that the voice of patients and citizens is now represented in one of the most important international groups – where decisions are made about the digital future and the trustworthy flow of data across borders.

The OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) brings together 38 member states and has worked for decades to set standards for sustainable, innovative and fair development. With DFFT, it has created a programme that is strongly supported by the G7 and G20 and has become a cornerstone of global digital policy.

“This is not only a personal honour, but also a clear signal: Patient perspectives belong in international decision-making bodies – not as window dressing, but as active stakeholders and dialogue partners.”

The work of the expert group covers issues such as transparency, international cooperation and new privacy-enhancing technologies – topics that directly affect patients, research and healthcare.

For DSL DE, this appointment is both recognition and responsibility – to continue bringing the perspective of patients and citizens into the major debates, nationally and internationally.

The full press release is available here!

The DSL DE Survey: Do we already discuss or do we just talk?

The DSL DE Survey about Communication with patients and citizens! 

Dear Patients and Citizens,
in our DSL DE Logbook 2023, we highlighted communication as a key issue in a list of recommendations.

Despite many efforts, the question remains: How do we communicate effectively?


For our next issue of the DSL DE Magazine for 2024/25, we have set out to explore the topic of communication more closely. It is clear that communication and information are key to understanding and comprehension!
In recent months, we have engaged in extensive discussions with decision-makers, government officials, and many other experts. A central theme has been that communication in healthcare often does not reach those who need it. Many people feel inadequately informed or do not understand the information they receive.
Experts have asked us how communication can be improved. What approaches are needed to truly reach people?


Now, we turn to you. Help us with your opinion to explain to experts how they can share their knowledge with you, so we can embrace the digital world together.
We want to know what is important to you when it comes to learning more about digitalization and health data. These topics affect us all, so it is important to understand your needs and opinions regarding information, and share this knowledge with experts to help them disseminate their expertise. We understand these are broad areas, which is why some questions cover both topics, while others are specific to each. We ask you to answer all the questions so we can pinpoint where you see gaps.


Your opinion matters!

  • Share your thoughts: What do you need to perceive information on health data and digitalization as trustworthy?

  • Shape the future: Your answers will be included in our DSL DE Logbook 2024/25 and can help improve healthcare communication and make it easier to understand.
    We will provide all results to the relevant decision-makers. Help us make healthcare communication in Germany fit for the future!

By the way: All data are anonymous, we don't collect your email address or other data. 

Please find the survey directly here:

DSL DE Survey

You can still download our DSL DE Logbook 2023 for free at: www.datasaveslives.de

Thank you for your support!

Birgit Bauer and the Team of Data Saves Lives Deutschland

Unterschiedliche Wartezeiten bei Facharztterminen: Wie gerecht läuft die Terminvergabe eigentlich ab?

Bildquelle: pixabay.com

Ein Kommentar zum Thema Wartezeiten bei der Vergabe von Facharztterminen von Birgit Bauer.

Viele gesetzlich Versicherte kennen das Problem: Facharzttermine sind schwer zu bekommen, während privat Versicherte scheinbar bevorzugt werden. Diese Wahrnehmung ist nicht nur subjektiv.

Laut der Deutschen Stiftung Patientenschutz gibt es klare Anzeichen für diese Ungleichbehandlung. Ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 12. August 2024 verweist darauf, dass die Stiftung regelmäßige Datenerhebungen zur Terminvergabe fordert, um diese Diskrepanz zu untersuchen. Wichtige Daten wie ich finde und, es sind am Ende auch Gesundheitsdaten. Besonders besorgniserregend ist, dass manche Arztpraxen ausschließlich Privatpatienten oder Selbstzahler behandeln. Für viele gesetzlich Versicherte bedeutet das lange Wartezeiten und die Unsicherheit, ob sie überhaupt behandelt werden

Diese Situation betrifft auch mich persönlich. Als gesetzlich Versicherte mit fast 20 Jahren Erfahrung im Umgang mit MS (Multiple Sklerose) habe ich mehrfach erlebt, wie schwierig es sein kann, zeitnah einen Termin zu bekommen. Während ich auf einen MRT-Termin wartete, wurde eine privat versicherte Person aus meinem Umfeld bereits behandelt. Diese Ungleichbehandlung ist nicht nur unfair, sondern emotional belastend, besonders wenn man dringend Antworten auf gesundheitliche Fragen benötigt, um eine fundierte Entscheidung über therapeutische Möglichkeiten zu treffen. Der Eindruck einer Zweiklassenmedizin entsteht dann schnell.

Deshalb unterstütze ich die Forderung nach regelmäßigen Datenerhebungen zur Terminvergabe. Diese Insights könnten helfen, die Situation und die vermeintliche Ungleichbehandlung besser zu verstehen und gezielte Maßnahmen zu entwickeln. Was genau führt zu dieser Ungerechtigkeit in einer Gesellschaft, in der alle gleichbehandelt werden sollten, insbesondere im Bereich der medizinischen Versorgung? Das beschäftigt viele Betroffene, wie Diskussionen in den Patient Communities immer wieder zeigen. Eine neutrale und unabhängige Datenerhebung könnte hier endlich die nötigen Antworten liefern.

Telemedizin als mögliche Lösung?

Ein weiterer Aspekt ist die Frage, ob wir zu häufig Arztbesuche in Anspruch nehmen, die vielleicht gar nicht nötig wären. Jonas Schreyögg, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, betont in einem Artikel im Focus vom Mai 2024, dass es keine klaren Daten zum Thema „unnötige Arztbesuche“ gibt. Solche Daten könnten jedoch helfen, unnötige Besuche zu vermeiden und die notwendige Versorgung zu verbessern.

Eine mögliche Lösung könnte die Telemedizin sein. Seit 2018 offiziell zugelassen, erlebte sie während der Pandemie einen Aufschwung, scheint jedoch in Deutschland wieder an Bedeutung zu verlieren. In vielen Patientengemeinschaften wird berichtet, dass dieses Angebot nicht ausreichend bekannt ist oder gar nicht angeboten wird. Dabei kann Telemedizin in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung sein, da man nicht für jede Frage physisch in der Praxis anwesend sein muss. Dennoch braucht es eine gute Organisation, insbesondere für chronisch Erkrankte, die auf eine durchgängige Betreuung angewiesen sind. Ständige Wechsel der ÄrztInnen wären hier kontraproduktiv.

Nicht alle Behandlungsschritte oder Fragen können online gelöst werden, aber auch hier benötigen wir Daten zur Terminvergabe, um festzustellen, wo mehr Transparenz oder Veränderungen nötig sind, um faire Chancen auf Termine zu schaffen.

Der Weg zu einer gerechteren Gesundheitsversorgung

Eine offene Diskussion mit allen Beteiligten, einschließlich PatientInnen und BürgerInnen, könnte helfen, die medizinische Versorgung bei der Terminvergabe gerechter zu gestalten. Besonders chronisch Erkrankte sind auf eine zügige und gute Behandlung angewiesen, um ihre Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.

Jedenfalls könnten die von der Deutschen Stiftung Patientenschutz geforderten Berichte und die darin enthaltenen Daten sicherlich dazu beitragen, Lücken zu identifizieren und Ungerechtigkeiten zu beheben. Dies könnte die Versorgung effizienter und gerechter machen und Menschen mit Erkrankungen helfen, sich in der Praxislandschaft besser zurecht zu finden und zeitnah, oft auch lebenswichtige, Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.

DSL DE meets DigiHealthDay in 2023 – and now DSL DE goes DigiHealthDay 2024 – about a first date and what happened!

When Digital Health Experts meets the “other side” means Patient Experts, then a very interesting dialogue starts. Experts don’t know that much about the patients what their needs are. And Patients are not informed properly about digital health and what this industry does. Very often they are in touch with the solutions for the first time, once the tools are entering the market. Sometimes the tools meet the needs, sometimes the tools were developed without or just a little knowledge of the so-called end user.  It is necessary to talk about literacy. Health literacy in general but also the “patient literacy” the experts needs and the “digital and data literacy” patients and citizens need to understand digital health and all the themes around this main theme.

“We must meet each other and we have to know the perspective of the others”, Birgit Bauer, Founder and Project Coordinator of Data Saves Lives Germany (DSL DE) as she decided to become a part of the DigiHealthDay-2023 for the first time. “We have to learn from the experiences others have made and we have to bring the different stakeholder groups together to have one dialogue about digital health and how to integrate it into our daily lives in a valuable way.”

Therefore, Birgit Bauer reached out to Prof. Georgi Chaltikyan, Program Head, Master of Digital Health (MDH) at Deggendorf Institute of Technology (DIT), European Campus Rottal-Inn (ECRI), and the Founder and Chief Organizer of DigiHealthDay. They discussed what could help the students and experts to understand the user perspective and also to see possible needs when they start to run own projects in the area of digital health. 

Ihno Fokken, Communication Expert (Friesische Freiheit) for DSL DE and Founder and Projectcoordinator Birgit Bauer at the DigiHealthDay 2023

In November 2023 Team Data Saves Lives Germany traveled to Pfarrkirchen to meet a great group of international experts, students and politicians to discuss digital health solutions, frameworks like the EHDS and also possibilities to collaborate across countries to learn and to adapt new solutions or ideas for other countries. It was a great experience for us, as we talked the first time in front of students and experts about patient communities and the skills patients have and how to involve them actively in the development of projects to make digital tools easy to use and help patients in a very meaningful way.  It was also a premiere, as we presented the “DSL DE Logbuch” for the first time to a big group. We received lots of positive feedback, questions and ideas. Especially the curiosity of the students and experts from other countries was brilliant to see and created a wonderful foundation for discussions and information exchange. To say it short: We came to see and left as a member of the DigiHealthDay Family.

As a member of the great DigiHealthDay Family we are very pleased to announce that we were asked to become an official partner of the DigiHealthDayS-2024 and this is special for us as we will celebrate the 5th anniversary of the DigiHealthDay. Additionally, Birgit Bauer became a member of the advisory board of DigiHealthDay to support the team behind the event with information, experience and ideas for the program.

Source: Team DigiHealthDay

And of course we asked Prof. Chaltikyan about the DigiHealthDay:

Who had the idea? Who are the founders?

The idea of DigiHealthDay (DHD) initiated by Prof. Georgi Chaltikyan, who, supported by the leadership of ECRI & THD, wanted to initiate the creation of a platform for upskilling /re-skilling a wider audience in healthcare with a series of workshops and guest lectures and bring all stakeholders together to a neutral point to learn, educate, discuss and collaborate. With Prof. Horst Kunhardt as Scientific Chair and Prof. Dipak Kalra as International Chair, the idea blossomed into an annual series of events ending in an International Scientific Symposium in November. Initially started as an in-person event, the onset of COVID-19 prompted a transition to an online series, attracting participation from global stakeholders. After the pandemic, we embraced a hybrid format, paving the way for DHD to evolve into a premier platform for learning from regional and international experts, improving industry collaboration, and serving as a  ground for all stakeholders.

 

What is the aim?
The aim of DigiHealthDay is to serve as a premier international platform for fostering collaboration, knowledge sharing, and innovation in the field of Digital Health eduction, R&D, and networking. DHD aims to bring together professionals, researchers, students, and stakeholders from diverse backgrounds to discuss the latest advancements, trends, and challenges in Digital Health.  By facilitating networking opportunities, showcasing cutting-edge research, and promoting interdisciplinary dialogue, DHD strives to advance the adoption and implementation of digital technologies in healthcare for the betterment of individuals and communities worldwide. DHD-2023 had the honour to invite many new partners and a among them was the most important stakeholder ‘the patient’, represented by Data Saves Life Germanythus bringing DHD closer to citizens.

 

Why should people be there?
People from different fields like academia, healthcare, business, students, patients, and the public are welcome to attend DigiHealthDay (DHD). It's a great chance to share research, talk about different topics, learn about digital health, promote products/services worldwide, connect with experts, and see how healthcare is changing. Plus, they can publish their research, win prizes, and join the global digital health community.

 

Some Facts about DHD-2023

40 Speakers

1,323 Registrations from 105 countries

One day symposium with more than 450 attendees online and onsite

7 Workshops + BIP

15 Keynotes & Impulse Talks

6 Poster Presentations

7 Submitted Papers

 

 We are looking very much forward to this great partnership and if you want to be part of the DigiHealthDay Family this year, have a look at: https://th-deg.de/digihealthday

Der Monatsrückblick – Februar

Jeden Monat sammelt unser DSL DE Team spannende Links, Neuigkeiten oder auch ab und an Datenkuriositäten, die wir zum Ende des Monats hier auf dem Blog präsentieren. Dieses Mal: Februar 2023

Es kann einmal mehr, einmal weniger sein, aber da immer etwas passiert, gibt es sicher jeden Monat etwas zu berichten. 

Wir werden in kurzen Sätzen beschreiben, was passierte und Euch zum Weiterlesen Links aus diversen vertrauenswürdigen Quellen dazu packen, für deren  inhaltliche Richtigkeit wir keine Verantwortung übernehmen. 


Der DSL DE Newsticker - Neues aus der digitalen Gesundheitswelt - Januar

Der DSL DE Newsticker - Neues aus der digitalen Gesundheitswelt - Januar

Hier haben wir eine neue Rubrik. Jeden Monat sammelt unser DSL DE Team spannende Links, Neuigkeiten oder auch ab und an Datenkuriositäten, die wir zum Ende des Monats hier auf dem Blog präsentieren. 

Es kann einmal mehr, einmal weniger sein, aber da immer etwas passiert und 2023 schon jetzt so wirkt, als würde es spannend werden, gibt es sicher etwas zu berichten. 

Wir werden in kurzen Sätzen beschreiben, was passierte und Euch zum Weiterlesen Links aus diversen vertrauenswürdigen Quellen dazu packen, für deren  inhaltliche Richtigkeit wir keine Verantwortung übernehmen. 

Der Januar begann mit der #eAU – also der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Unternehmen müssen seit dem 1. Januar die Bescheinigung elektronisch abholen, der Arbeitnehmer erhält einen Ausdruck vom Arzt für die eigenen Unterlagen, muss aber keinen Beleg für den Arbeitgeber mehr abgeben oder einsenden. 

Ausnahme: Patienten der privaten Krankenversicherung, die Inanspruchnahme von privatärztlicher Behandlung oder auch ein Krankheitsfall im Ausland. Die kriegen weiterhin den „gelben Schein“ in Papierform in zartblau.. 

Leselinks: 

Für Arbeitgeber: https://arbeitgeber.de/elektronische-arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung/ 

Von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: https://www.kbv.de/html/e-au.php 

Von der Verbraucherzentrale https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/digitale-krankschreibung-elektronische-arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung-65488 

Der Sachverständigenrat hat gesprochen 

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und in der Pflege, auch kurz: SVR Gesundheit & Pflege ist ein spannendes Gremium. 

Diese Expertengruppe ist seit 1985 gesetzlich verankert und umfasst sieben Mitglieder, die für die Dauer von vier Jahren vom Bundesminister für Gesundheit berufen werden. Der SVR ist interdisziplinär besetzt und berät wissenschaftlich die Politik im Gesundheitswesen und erstellt Gutachten, in denen neben Analysen auch Reformvorschläge ihren Platz finden. 

Alles über den SVR und seine Aufgaben  findet Ihr hier: https://www.svr-gesundheit.de/ 

Das kürzlich übergebene Gutachten spricht, wie immer, Klartext. Es geht um Krisenfestigkeit, seitenlange Datenschutzerklärungen und auch darum, warum Erkenntnisse nicht genutzt werden und Krisenpläne, die existieren, eher einstauben, als dass man sie aus der Schublade holt. Eine sehr spannende Lektüre, man muss übrigens auch keine 600 Seiten Gutachten lesen, es gibt eine Pressemitteilung und eine Zusammenfassung, die durchaus interessant ist. 

In der Pressemitteilung heißt es: “Der Sachverständigenrat hebt hervor, dass es für viele Bereiche und Herausforderungen bereits gute Analysen und konkrete Konzepte zur Resilienzstärkung gibt: zum Beispiel Pandemie- oder Hitzepläne. "Aber sie verstauben oft in Schubladen, anstatt konsequent umgesetzt und eingeübt zu werden.”

Auch in Sachen Datennutzung gibt es Nachholbedarf, so die Pressemitteilung: 

“Ratsmitglied Prof. Dr. med. Petra Thürmann, klinische Pharmakologin und leitende Krankenhausärztin, betont: „Insbesondere müssen die Möglichkeiten der Digitalisierung umfassend genutzt werden. Wir müssen die verantwortliche Datennutzung zur Verbesserung der Versorgung und der epidemiologischen Lageanalyse dringend vereinfachen. Die entsprechenden Möglichkeiten der EU- Datenschutzgrundverordnung sollten endlich auch in Deutschland umgesetzt werden. Seitenlange Einwilligungserklärungen bieten keine Datensicherheit. In der SARS-CoV-2-Pandemie war Deutschland weitgehend im Blindflug unterwegs. "Bei den Verläufen und Folgen von Infektionen, Behandlungen und Impfungen mussten wir uns häufig auf wesentlich bessere Daten, z.B. aus Dänemark oder Israel, verlassen."

Das gut 600 Seiten umfassende Gutachten ist abrufbar unter www.svr-gesundheit.de 

Eine Zusammenfassung gibt es hier: https://www.svr-gesundheit.de/publikationen/gutachten-2023/

Über das System in Estland 

Seit Jahren ist Estland ein oft angeführtes Beispiel für Digitalisierung. Wer in Estland mit Behörden zu tun hat, macht das digital. Wer ein Rezept abholen will, geht in die Apotheken und legt das digitale Rezept vor. Auch die Patientenakte ist seit Jahren elektronisch. 

Estland und viele andere skandinavischen Länder machen es vor: Digitalisierung geht. Auch in Sachen Gesundheit und Gesundheitsdaten. 

Die Tagesschau hat darüber berichtet, wie Digitalisierung in Estland aussieht. Und auch wenn einige Dinge in die Jahre gekommen sind, erste Anwendungen gab es schon 1999 und die brauchen jetzt ein Update, so geht in Estland vieles digital. Den digitalen Personalausweis gibt es über 20 Jahre. 

Mehr dazu: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/estland-digitalisierung-103.html


Und last, but not least, das, was uns besonders freut: 

Wir freuen uns sehr. Die “Prinzessin uffm Bersch” Nicole, hat uns einen Gastbeitrag auf ihrem Blog angeboten. Haben wir genutzt, was klar war, oder? ;-) Wir haben Nicole erzählt, was so los war bei uns, wie Data Saves Lives DE quasi geplant und im September 22 nach einem Jahr Vorarbeiten seinen Weg zu Euch fand. Zur # DSLDECommunity. 

Aber hey, lest selbst: https://www.prinzessin-uffm-bersch.de/2023/01/21/wenn-aus-einer-bewegung-projekte-werden-wie-alles-mit-dsl-begann/

Das war der Januar und wir sind sehr gespannt auf den Februar! 

Falls Ihr Neuigkeiten habt, her damit. Unsere Redaktion ist offen und freut sich über die Auswahl! 

Herzliche Grüße aus der DSL DE Zentrale! 

Birgit und Ihno